Archive for November, 2009

Auf fälliges re/agieren

Donnerstag, November 26th, 2009

Ich fahre jeden Tag mit einer Kippe im Mund vom Büro nach Hause. Fast immer opfere ich die Kippe indirekt der Straße, aber eigentlich Buddha im Wat Lamai weil sie genau dort aufgeraucht ist.

Wenn ich mich rasiere fange ich immer bei der rechten Backe an, dann halte ich dem Nassrasierer später auch noch die Linke hin. War Jesus Nassrasierer?

Ich vermische grundsätzlich niemals Shampoo mit Duschgel: Erst Kopf mit Shampoo, dann Hände vom Shampoo befreien, dann Duschgel. Warum glaube ich Produktbeschreibungen und meine es gäbe da wirklich große Unterschiede in den Produkten?

Wie weiß ein Cameleon das seine Farbanpassung wirklich zum Hintergrund passt? Haben die auch Augen auf dem Bauch und Rücken?

Ich habe jeden Morgen im Büro Ameisen im Kaffee. Die sind ja zuhause fix wenn es um Essensreste geht, ich schnippel irgendwas, keine Ameise zu sehen, 3 Sekunden später wissen die schon, dass es was zu holen gibt, schwupp sind sie da. Aber warum kapieren die nicht, dass ich nur Milch und Zucker und keine Ameisen im Kaffee mag.

Warum gibt es Tage wo fast alles schief läuft? So wie heute! Ich glaube das sind Wohfühlkorrektive und die brauche ich, damit ich mich danach wieder wohlfühlen kann.

Sind Jahreszeiten vielleicht doch bei uns Farang fest einprogrammiert? Derzeit bin ich novembertrüb, schlafflesig und einfach nur pennuri drauf. Es nebelt innerlich und außen spielt die Regenzeit Cameleon und tut so als sei Trockenzeit.

Warum können Kinder stundenlang Cartoons anschauen: Do cartoon? Yes vom Papa: Big smile.Inzwischen entdecke ich Bugs Bunny für mich neu, mit 54 Jahren. Werdet wie die Kinder? Nö, aber auch Tom und Jerry sind immer noch besser als die Deutsche Welle.

Ich mache Eselsohren in ein Buch wenn ich Pause mache, das fasziniert Bim. Sie faltet leidenschaftlich gerne Papier, macht Armbänder daraus usw.Ob das ein Zugang zu Büchern für sie wird???

Sind eigentlich die Moderatoren und Redakteure der Deutschen Welle alle strafversetzte Medienleute? Bitte mal in Koh Samui oder wo man dieses Programm noch sehen kann, mal einige Stunden anschauen. Unglaublich die verwursten über fast 24 Stunden immer die gleichen Beiträge und das mit welchselnden Moderatoren aber den immer gleichen Moderatoren-Texten. Reife Leistung!

Bei Zahlen hört der Spaß auf: Ich bleibe ruhig bei fast allem was mir hier an TFL:  Thai Fuzzy Logic begegnet. Aber wenns um Zahlen, Beträge fürs Finanzamt oder BOI  geht, und ich als Geschäftsführer mit Unterschrift und Stempel geradestehen muss- müßte werd ich Cha ron: hektisch, nervös, fordernd. Jetzt ist das aber in Thailand anders als bei ner Steuerprüfung in Berlin. Mai pen rai, dann halt nochmal korregierte und richtige Zahlen abgeschickt. Das werde ich wohl nicht mehr los und liegt an meiner Westprogrammierung. Lin hats verstanden und ich arbeite dran, aber????

Ich hab mal was über das dünne Klopapier in Thailand geschrieben, aber das wird nur noch getoppt von der Eifersucht thailändischer Frauen. Leider ist Lin da auch eine liebenswerte Bestätigung meiner obigen Verallgemeinerung.

So der Kopf wird schwer und schwerer, der Magen knurrt und beide verständigen sich auf einen Erpressungsversuch. Kriminelles Pack.

L G

Ebi

Asphalt

Montag, November 23rd, 2009

Hat mir bisher nie viel bedeuted. Jetzt werden aber Gerüchte zu Tatsachen auf Koh Samui und die riechen nach Asphalt. Es wird die Ring Road kurz nach Hua Thanon beginnend Richtung  Lamai usw. komplett neu asphaltiert. Ebener Straßenbelag, keine Schlaglöcher, keine Betonplatten mit Rumpelkanten. Das Auto wird im Innenraum um zig Dezibel leiser und man kann richtig entspannt fahren.
Neues Gerücht: Die Ring Road wird zunächst vom Gerichtsgebäude kurz hinter Hua Thanon bis zum Flughafen ausgebaut, weil der Kronprinz bald zur feierlichen Einweihung des Gerichtsgebäudes kommt.

Mir solls rechts sein. Endlich verschwinden auch aus den Samui Foren die mantraartigen Beschwerden über die schlechten Straßenverhältnisse?? Langsam Ebi es ist noch lange hin bis alle Straßen gemacht sind und es fragt sich ob es jemals alle werden und ob nicht schon vorher dasGeld ausgeht. Egal erst Tesco, welch ein Zugewinn was meine Faulheit betrifft und jetzt noch kronprinzlich nach  Lamai crusen das hat was.

L G

Ebi

Gastartikel der mal ein Kommentar war!

Donnerstag, November 12th, 2009

Meine beste Freundin und frühere Ehefrau hat mir diesen Kommentar geschickt, den ich hier als Artikel euch lieben Lesern nicht vorenthalten will.

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Hi Ebi,

das mit dem WP und Visum freut mich. Aber das Bürokratentum gibt es nicht nur in Thailand, ich denke an unsere Begegnungen der dritten Art mit dem Standesamtsbeamten in Berlin, Stichwort: “hinkende Namensführung” – für Normalsterbliche: Ich hatte eine Geburtsurkunde, bei der mein Nachname anders lautete als in meinem Personalausweis. Der Grund: Ich wurde als Kind eingebürgert (USA) und der Name wurde anglisiert. Soweit so gut – denkt man, aber dann ging es wirklich los, also haltet Euch fest:

1: Standesbeamter sagt: Geburtsurkunde braucht einen “Randeintrag” mit dem Hinweis auf Namensänderung.
2. Leider wurde ich nicht in Berlin geboren sondern in Frankfurt – also dort beantragen. Standesamt Frankfurt sagt, so geht es nicht, sie bräuchten eine begläubigte Kopie meiner US-Einbürgerungsurkunde (dort steht der “neue” Name – den ich schon etliche Jahrzehnte trug…) Beglaubigte Kopien dürfe man bei der Polizei in Berlin machen lassen.
3. Rufe bei der Polizei in Berlin an: Ja geht, brauchen aber eine Fotokopie. Ich schaue auf die Urkunde: Photokopieren verboten. Na Super.
4. Rufe beim amerikanischen Konsulat an und werde über alle Tücken der “hinkenden Namensführung” aufgeklärt, bis hin zu der Skurrilität, dass amerikanische Leichen in Särgen von den deutschen Verwandten nicht abgeholt werden können, weil es keine Namensidentität gebe (ist wirklich wahr!). Also brauche ich ein Schreiben vom US-Konsul, dass der Name ordnungsmäßig geändert wurde. Dieses Schreiben durfte ich nun Fotokopieren.
5. Rufe bei der Polizei an und sage, nun habe ich endlich was Offizielles in der Hand, vom US-Konsul persönlich. Polizei sagt, fein aber ist auf Englisch, also bitte, übersetzen lassen vom beglaubigten Übersetzer.
6. Ich finden einen beglaubigten Übersetzer, der mir etliche DMs (ist eine Weile her) dafür abknüpft, dass er glaube ich gerade drei Zeilen übersetzt. Ich bin froh und denke, es ist nun soweit.
7. Ich rufe wieder bei der Polizei an und sage, nun habe ich die beglaubigte Übersetzung. Sie verbinden mich dann mit einem anderen Amt, das mir wiederum deutlich macht, dass das alles fein ist, nun könne und müsse ich eine Namensänderung nach deutschem Recht beantragen. Und wenn ich schon dabei bin, müsse ich zwischenzeitlich mit meinen deutschen Ausweisen zu einem anderen Amt gehen und meine Papiere “zurücksetzen” lassen auf den Namen auf meiner Geburturkunde (die noch nicht geändert wurde in die anglisierte Version des Namens). Sie würde mir die entsprechenden Unterlagen zusenden. Na super.
8. Ich gehe zum Amt des inneren irgendwas und lasse meine Urkunden ändern, so dass mein Name so drauf steht, wie auf meiner Geburtsurkunde aber nicht so wie ich seit über 20 Jahren heisse. Dann mit dieser geänderten Urkunde, und mit meiner beglaubigten Übersetzung kann ich  die Namensänderung nach deutschem Recht beantragen, so dass ich dann offiziell so heisse, wie ich heisse.
9. Ich bekomme die Formulare “Antrag auf Änderung des Familiennamens” und stutze bei dem Abschnitt “Begründung”: Nun soll ich begründen, warum ich meinen Namen ändern will. Wie soll ich denn erklären, warum ich weiter so heissen will wie ich heisse? Egal ich denke mir was aus und schreibe es hin. Ist mir jetzt alles egal.
10. Paar Monate später bekomme ich einen “Bescheid”, dass mein Name nach deutschem Recht geändert wurde – nun hiess ich offiziell so wie ich seit über 25 Jahren hiess. Rechtskräftig würde es dann, wenn ich die Gebühr von paar hundert DM auf das Konto x der Verwaltung überweise zum Zwecke der Aufwandsentschädigung. Also wer hat hier den Aufwand gehabt?!

Ich bin mürbe, ich mache es. Nun heiss ich wie ich heisse. Ist das nicht toll?

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Nachtrag von mir. Zur Eheschließung habe ich den Namen von Ray übernommen, was damals seit kurzem möglich war. Der Standesbeamte hat mich vor versammelter Traugemeinde 3 mal gefragt ob ich mir sicher bin den Namen einer Frau anzunehmen. Ray ist Historikerin und hat mir erklärt dass das Standesrecht in Deutschland nicht sonderlich nach der Nazizeit überarbeitet worden ist. Da ist immer noch Blut und Bodenzeugs drin.

Visa letzte Woche- WP heute!

Mittwoch, November 11th, 2009

Non Immigrant B Visum für ein Jahr verlängert. Immigration Nathon, freundlichste Behandlung, immer ein Späßchen zwischen den Thais und auch Farang. Dauer 1,5 Stunden inklusive Mittagspause 12-13 Uhr. Kosten 1,900.00 THB plus 100 THB Kopierkosten. Jeden Satang wert!

Work Permit:

Unfreundliche Beamtinnen, nie was von BOI gehört, lassen uns sinnlos Formulare ausfüllen, die weitestgehend leer bleiben können, weil sie ja so und so nicht gebraucht werden. Schikane durch Unwissenheit. Anruf beim BOI, ja ja die Damen in Koh Samui machen es wirklich ein bischen umständlich. Nach 3 Stunden krieg ich den Stempel: 1 Jahr Arbeitserlaubnis. Fein! Jetzt werden dafür 3,000.00 THB aufgerufen. Ich hatte Lin gesagt, beim letzten Mal war es kostenlos wegen BOI. Lin widerspricht den 3 Kilobaht. Jetzt kommt bei den Arroganzen aber Freude auf. Smile nee nee, Smile: Die 3 Kilobaht sind fällig. Ich also, mai ben rai und los zum Scheinwerfer um Geld zu holen. Gerade fertig, kommt Lin und sagt alles erledigt, kein Geld nötig. Was war geschehen? Lin hat von einer Amtsschimmelgrazie den Boss ans Telefon verlangt. Der Boss sagt ja oh ja BOI, ja alle Unterlagen sind da, es müßten keine Formulare ausgefüllt werden und es kostet nix! Darauf die Amtsstute zum Boss und Lin, nicht vielleicht doch 100 Baht (Gesichtsverlustspflaster!)? Boss: Nicht einen Baht!

Sieg- Lin ist super.

Nachtrag: Das haben natürlich die anderen Thai-Farang-Workpermit Agenten mitbekommen, die gerade eben die Tausender nur so über den Tresen geschoben haben. Wie geht das? Lin: BOI

L G

Ebi

Regenzeit

Mittwoch, November 4th, 2009

Jetzt ist sie da.

Lyrerischer Teil:

Amtliche Wassermassen prasseln auf Markiesen. Es trommeltropft, macht Naturmusik. Ich sitze im Sparlampenlicht und draußen trübt es. Mir wird wohlig, weil so ohne Sonnenflut herbstliche Gefühle kommen: Rotwein+Bücherleselust. Gestern hab ichs geahnt und mich mit 5 Büchern eingedeckt. Es gibt im Tesko einen zwar nicht erlesenen, aber angenehmbaren Rotwein, hier einen Lesesessel mit Rotweinbeistelltisch und mit geputzer Brille hab ich genug Durchblick zum LESEN!

Sachlichererseits:

Ich sitze täglich bis zu 12 Stunden vor Monitoren bei der Arbeit und Zuhause wenn ich mich mit Videoschnitt und Musik beschäftige. Ich habe deshalb so eine Sehnsucht nach Büchern.

L G

Ebi

Google schmeißt mich raus.

Mittwoch, November 4th, 2009

Vor ein paar Tagen hat google mir mitgeteilt das mein Blog versaut ist mit Spam. Ich hab nix gefunden, aber gestern war mein Blog dann tot, kaputt, zerlegt, zersägt, gehackt. Die Jungs in Berlin (Armin,,, vielen Dank) haben den Blog wieder aufgesetzt, heile gemacht, reanimiert.
So, ich hab keinen Schimmer wann der Blog wieder explodiert, wieso jemand meinen Blog kaputt gemacht hat. Ich hoffe das Ding ist jetzt nicht mehr so krankheitsanfällig. Ich jedenfalls hab wenig Vertrauen in die Sache. Werd erst mal alle Texte- Erinnerungen backupppppen.
L G
Ebi