Ambulance race in Koh Samui
Montag, Oktober 12th, 2009Ich war mal vor einigen Jahren in New York, hatte mir ne starke Erkältung geholt + Angina, von nem fastkriminellen Taxifahrer (hört hört nicht nur in Koh Samui gibt es die OhneTaximeterabzocker) und lag Nachts wach im schmuddeligen Billighotel unweit vom Broadway. Ich hörte seltsame Laute, wie Wale sie im Meer ausstoßen, in die fast unendlichen Weiten des Meeres und über viele Kilometer hörbar. So klang das für mich damals, die Martinshörner der Rettungswagen, die sich mit unterschiedlichen Signalfolgen regelrecht unterhielten.Und alles über dem nächtlichen Grundrauschen der Stadt New York.
Es wird als akkustische Erinnerung bleiben, wie ich niemals mehr den Metrogeruch in Paris vergessen werde und so auch jetzt in Koh Samui!
Seit 2 Jahren gibt es hier verstärkt Ambulanzfahrzeuge, die mit den modernsten Signalsequenzhörnern ausgestattet die Insel mit dem “Sound of Death” füllen.
Es geht um des Rennen der konkurrierenden Unternehmen, die auf der Jagd nach Krankenhauskunden sind. Das bringt Geld. Der Markt ist da weil nicht ein Tag vergeht wo es nicht in Koh Samui auf der Straße kracht.
Selbst Bim hat schon 3 Unfälle gesehen und heute mit 5 Jahren die erste Tote!
Fast täglich höre ich die Kriegsschreie der Ambulanzfahrzeuge. Es sind umgebaute Pickups und ebensolche Minibusse die mit irrem Tempo über Koh Samuis schlechte Straßen rasen. Die Ambulanzfahrzeuge der Krankenhäuser kommen zwar auch noch vor, aber die jungen Wilden machen das Rennen!
Oft sind 2-3 “Krankenwagen” vorort wenn es einen Unfall gab. Der erste kriegt die Beute.
Ok es ist jetzt schneller Hilfe da, aber es bleibt wieder mal die asiatische Pragmatik als eigentümlicher Nebengeschmack hängen.
Wenn es nachts signalhornt dann bin ich manchmal wieder in New York.
Memories!
L G
Ebi
